Im Frühjahr 2006 hatte ich bereits die ersten Erfahrungen mit der Poliererei gemacht, damals noch von Hand, ohne maschinelle Unterstützung.
Im August 2007 wurde eine Felge der Gixxe nachpoliert, diesmal mit Profi Werkzeug und einer Handbohrmaschine. Habe alles bei der Metallschleiferei Spiller gekauft,
die haben auch einen ebay Shop, da kann man öfter mal ein Schnäppchen machen.
Versuche das mal mit ein paar Worten und Bildern zu beschreiben. Ganz ohne technisches Wissen geht es leider nicht, schaut Euch mal die Tabelle hier an. Diese soll als Hinweis dienen,
jede Quelle gibt da abweichende Werte an! (höhere Schnittgeschwindigkeiten und Drehzahlen) Ganz wichtig: UVV beachten, Tragen von Feinstaubmaske, eng anliegender Kleidung und Schutzbrille ist empfohlen!
Scheibendurchmesser
Schnittgeschw. max
Drehzahl
80 mm
20 m/sek
4700 Umin
100 mm
20 m/sek
3700 Umin
120 mm
20 m/sek
3200 Umin
150 mm
20 m/sek
2500 Umin
Leider habe ich keine Fotos, wie ich bei der Arbeit bin, aber von den einzelnen Bearbeitungsschritten. Wer sich die Werkzeuge ansehen will,
kann das am besten bei Spiller tun. Folgendes zur Beachtung:
Generell gilt:
- Hohen Anpressdruck vermeiden, das hat eine Überhitzung und/oder Scheibenabbrand zur Folge.
- Alle Scheiben ab und zu anrauen (mit einer Feile)
- Nicht zu lange auf einer Stelle polieren, sonst entstehen Dellen und das Material wird zu heiß.
- Scheibe immer in Bewegung halten. Zum Schluss ohne Druck gleichmäßig überpolieren. Paste: blau
Hier mal ein Eindruck nach dem ersten Durchgang mit einer Nesselscheibe. Die Flecken, die hier sichtbar sind, sind von der Polierpaste.
Hier die Auflistung zu den von mir verwendeten Polierscheiben und -pasten der Firma Spiller.
Arbeitsgang
Polierscheibe
Polierpaste
Pastenfarbe
Schleifen
Sisal (Kordelbürste)
Abra 153
Schwarz
Vorpolieren
Nessel (hart)
Rekord 855
Braun
Abklären
Molton (weich)
Lumo 934
Blau
Und hier nach dem zweiten Durchgang mit einer Moltonscheibe. Wer genau hinschaut, kann sogar die Kamera erkennen, mit der diese Aufnahmen
gemacht wurden.
Werde wohl auf die Sonne warten und noch ein paar neue Bilder machen, damit man das Ergebniss besser sieht.
Schlussbemerkung: Für alle, die sich fragen, welcher Zeitaufwand dahinter steckt. Nur für den Anlasserfreilaufdeckel (oben im Bild) ca. 8 Stunden :-)